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"Meier Helmbrecht"

26. 12. 1986

Veranstalter: 

Musikverein Bergatreute

 

Gespielt von der:

Theatergruppe Bergatreute

 

 

             "Meier Helmbrecht"

                               oder 

            Von Rittertum und Bauernstand

 

Die mittelhochdeutsche Versnovelle Helmbrecht, verfasst von Wernher der Gartenaere vermutlich zwischen 1250 und 1280 im bairisch-österreichischen Raum, erzählt in 1934 Verszeilen den „Aufstieg“ des Bauernsohnes Helmbrecht zum Raubritter, sein sündhaftes Leben und dass er dafür mit einem schrecklichen Ende büßen muss.

 

 

 

Zum Inhalt:

Ursprung des Schauspiels ,,Meier Helmbrecht" ist eine mittel.
hochdeutsche Dichtung von Wernher dem Gartenaere,
entstanden um 1250. Die eigentlich satirische Vers Erzäh
Iung wurde von verschiedenen Dichtern überarbeitet. Wir
spielen nach der Fassung von Hermann Mostar.
Jung-Helmbrecht, Bauernsohn, ist auf Schulen gewesen und
dünkt sich nun zu gut zur groben Bauernarbeit. Der Drang
nach Freiheit und der Glarz des Rittertums verleiten ihn aus
seinem Siande herauszutreten. Er schließt sich vermeint
lichen Rittern an, die in Wahrheit aber Räuber und Wegelagerer
sind. Nach einem halben Jahr kehrt er hochmütig
zurück und wirbt seine Schwester Gotelind. die nun glaubt
Edellrau zu werden, als Braut für seinen Hauptmann. Beim
Hochzeitsfest werden sie von Bauern gestellt.

 

Der Vater, der selbst das Richteramt innehat, fälh den
Richterspruch.
Gerlind nimmt Jung-Helmbrecht nach altem Brauch unterm
Galgen zum Mann und rettet ihn damit vor dem Tod. Die
Strafe für Diebstahl und Hehlerei wird jedoch vollstreckt.
Jung'Helmbrecht wird geblendet und der Hände beraubt.
Mit Gerlind zieht er nun übers Land und singt Bettellieder,
in denen er die Zeit seiner Raubzüge glorifiziert. Das erbost
den leidenden Vater ersi recht, und weist den Heimkehrenden
erneut vom Hofe. Da schließen sich die Nachbarn
zusammen und nehmen ihre Rache . . .

 

Bild zur Meldung: "Meier Helmbrecht"

Fotoserien


Meier Helmbrecht (25. 12. 1986)